Bitcoin statt Gold: Analystin der Deutschen Bank hält Ablösung für möglich

Bitcoin statt Gold: Analystin der Deutschen Bank hält Ablösung für möglich

 

Werden Bitcoin oder Ethereum Gold als „sicheren Hafen“ ablösen?

 

Gerade in Krisenzeiten richtet sich das Hauptaugenmerk aller um die Sicherheit ihrer Anlagen besorgten Kapitalanleger auf Gold. Weil es immer einen physischen Wert sicher hat, den auch die Politik der Staaten und Notenbanken nicht beeinträchtigen kann, gilt Gold seit jeher als der „sichere Hafen“. Gold kann man physisch unter der Matratze bunkern, auch wenn Papiere wie Aktien oder FIAT-Währungen plötzlich über Nacht wertlos werden. Dass ausgerechnet die bekannte Deutsche Bank Analystin Marion Laboure jetzt die Prognose wagt, dass der Bitcoin Gold in seiner „Sicherer-Hafen“-Wertaufbewahrungsfunktion ablösen könnte, ist im Prinzip erstaunlich.

 

Unabhängig von Politik und Banken

 

Ein Argument von Laboure ist, dass der Bitcoin als quasi Gold und Ethereum als quasi das neue Silber ebenfalls von staatlichen Politiken und Bankensystemen unabhängig sind. Das stimmt aber eigentlich nicht. China hat gerade alle Zahlungen mit Bitcoin verboten und das Mining untersagt. Und der US-Senat erwägt eine strenge Regulierung des Bitcoins und anderer Kryptowährungen, um auch Geldwäsche und illegale Aktivitäten wie Terror-Finanzierung und Steuerhinterziehung zu erschweren. Zudem ist die Energieverbrauchsfrage des Bitcoins angesichts der Weltklimakrise ungelöst.

 

Auch Gold schwankt seit jeher

 

Laboure sieht Analogien zwischen Bitcoin und Gold bei den Kursschwankungen. Derzeit hält sie aber auch die Investition in Bitcoin für zu riskant, weil die Spekulanten auf dem Bitcoin Markt noch dominieren. Die Rolle als das neue Gold sieht sie eher in der Zukunft. Derzeit sei der Kurs auch noch zu anfällig, auf Einzelmeldungen und Ereignisse zu reagieren, wie auf die Kritik des Bitcoin-Großinvestors und Tesla Chefs Elon Musk an der Ökobilanz des Bitcoins, die sofort massive Kursverluste bewirke. Dagegen bewertet Laboure es positiv, dass es den Trend gibt, weltweit von Regierungsseite einerseits den Bitcoin zu regulieren, aber auch gesetzlich sichere Rechtsrahmen zu schaffen. Diese Maßnahmen können gerade in der Zukunft für eine Konsolidierung des Bitcoin-Kurses sorgen und eine weitere Akzeptanz und Sicherheit für den Bitcoin und andere Kryptowährungen schaffen. Das wird die Spekulation massiv verringern und die Funktion als Wertaufbewahrungsinstrument wie früher und heute noch Gold stärken.

 

Schutz vor Inflation elementar

 

Ganz elementar bewertet die Analystin dabei die Tendenz, dass sich der Bitcoin Kurs von Inflationstendenzen des regulären klassischen Geldes der FIAT-Währungssystems abkopple. Wenn das gelingt, kann der Bitcoin bei einer hohen Akzeptanz in der Öffentlichkeit ein echter Wertspeicher sein bzw. in der Zukunft werden.

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